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23.2.2012 : 9:47

Altes Schloss Schleißheim

Wilhelm V

Die Schlossanlage Schleißheim nimmt ihren Anfang in einsamen Schwaigen, die ursprünglich meist im Besitz geistlicher Orden waren. Der Wittelsbacher Herzog Wilhelm V (1548 – 1626) erwirbt 1595 mehrere dieser Schwaigen, hebt deren Nutzung als bäuerliche Ökonomie nicht auf, im Gegenteil, er erweitert sie sogar noch durch den Bau eines Gestüts, das den fürstlichen Marstall versorgte.

An der Stelle, an welcher sich heute das Alte Schloss befindet, gründete Wilhelm V eine fürstliche Eremitage. Laut Berichten aus der Zeit sollen die Zimmer schwarz und nur mit geistlichen Tafeln ausgestattet gewesen sein. Wilhelm soll nur zwei Zimmer bewohnt haben und wie ein Kanoniker gekleidet gewesen sein. Bereits 1611 erstreckten sich große Wirtschaftshöfe nach Westen, an deren Stelle sich auch noch heute 2 Höfe, der Maximilianshof und der Wilhelmshof, befinden. Die Moosach und die Würm, die eine Mühle antrieb, durchflossen die beiden Höfe.

Im Jahr 1616 erwirbt Maximilian I von seinem Vater Schleißheim gegen eine Leibrente.

Altes Schloss

1617 beginnt er einen Neubau. Baumeister war Heinrich Schön. Die Innenausstattung wurde Peter Candid übertragen. Er übernahm auch die dekorative Gestaltung der Schleißheimer Schlossräume mit Stuck und Fresken. Der Bau wurde erst nach 1623, dem Jahr, in dem Maximilian erster bayerischer Kurfürst geworden war, vollendet. Es entsteht eine „villa suburbana“, die Mustergut, Jagdsitz und Sommerschloss miteinander verbindet.